Testimonials

Stimmen zu unserem Projekt

Lesen Sie hier Meinungen und Äußerungen bekannter Persönlichkeiten zum Muslimischen SeelsorgeTelefon.

Rita Süssmuth

Prof. Dr. Rita Süssmuth Bundestagspräsidentin a.D. (April 2010)

MuTeS – die Abkürzung für das Muslimische SeelsorgeTelefon – weckt bei mir die Assoziation von „guten Mutes zu sein“. „Guten Mutes zu sein“ ist wichtig um gesell­schaftliche Ziele zu erreichen, die noch in der Ferne liegen: wie z.B. gelungene Integration in Deutschland.

Bei MuTeS ist diese Integration bereits zum Projektstart gelungen: mit der vertrauensvollen Zusammenarbeit des Trägers Islamic Relief Deutschland e.V. mit den christlichen Kooperationspartnern Caritas und Diakonie in Berlin wird ein bedeutendes politisches und gesellschaftliches Zeichen gesetzt.

Ich begrüße die Bemühungen des Muslimischen SeelsorgeTelefons (MuTeS) sehr gerne und wünsche mir, dass auch in anderen Bereichen die Zusammenarbeit zwischen den Religionen verstärkt wird. Im Interesse der Hilfe für den in seelischer Not befindlichen Mitmenschen, dürfen Herkunft oder Religion kein Hindernis darstellen.

Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D. (April 2010)
Aydan Özoguz

Aydan Özoguz, Mitglied des Deutschen Bundestages, ehemalige Stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtilinge und Integration

Angehörige/r einer Minderheitenreligion zu sein bzw. einer solchen Gruppe zugerechnet zu werden, kann als extrem ausgrenzend empfunden werden. Das kann sich an vielen Stellen im Alltag zeigen: bei Bewerbungen am Arbeitsmarkt oder auf Wohnungssuche, wenn die Religion im Grunde keine Rolle spielen sollte, aber letztendlich doch den Ausschlag für eine Absage sein kann. Oder wenn es innerfamiliäre Konflikte gibt und bestehende Angebote als wenig vertrauenerweckend oder hilfreich empfunden werden. Wo kann ich dann Hilfe und Unterstützung finden?

Ein anonymer Anruf beim Muslimischen SeelsorgeTelefon (MuTeS) kann hier möglicherweise weiterhelfen. 73 Frauen und Männer mit unterschiedlichem Migrationshintergrund nehmen sich ehrenamtlich den seelischen Nöten ihrer Anrufer/-innen an. Religion oder Religiosität stehen dabei nicht im Vordergrund, sondern der Hilfe- und Gesprächsbedarf jeder Anruferin und jedes Anrufers. Vorteil kann hier sein, dass viele der Berater/-innen selbst einen ähnlichen kulturellen Hintergrund kennen.

Mich beeindruckt der Erfahrungsbericht: Das Prinzip der Seelsorge konnte bereits in über 10.000 Gesprächen Menschen mit überwiegend muslimischem Hintergrund, u.a. bei familiären Problemen, bei Gewalt gegen Frauen, bei dem Gefühl der Einsamkeit von alten Menschen oder auch bei Selbstmordgedanken der Anrufer beraten und helfen.

Besonders gelungen finde ich, dass das Diakonische Werk und die Caritas mit Islamic Relief, dem Projektträger des Muslimischen SeelsorgeTelefons, interreligiös zusammenarbeiten: Die beiden christlichen Träger geben ihr Wissen im Bereich der Aus- und Weiterbildung von Ehrenamtlichen weiter. So profitieren Telefonseelsorge und interreligiöser Dialog gleichermaßen.

Ich wünsche den MuTeS-TelefonSeelsorger/innen stets Kraft für ihr schwieriges Amt und danke ihnen für ihr Engagement an 365 Tagen im Jahr.

Aydan Özoguz, Mitglied des Deutschen Bundestages, ehemalige Stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtilinge und Integration
Bülent Ucar

Prof. Dr. Bülent Uçar, Direktor des Zentrums für Interkulturelle Islamstudien (ZIIS) Professor für Islamische Religionspädagogik, Universität Osnabrück

Fast jeder Mensch mag Situationen kennen, in denen er nicht weiter weiß, verzweifelt oder tieftraurig ist und sich von Gott und der Welt verlassen fühlt. Nicht jeder hat dann den Mut oder die Möglichkeit, sich zu öffnen und sich einer anderen Person anzuvertrauen.

Sich in solchen Momenten der inneren Not und des Gefühls der Perspektivlosigkeit gegenüber einer unvoreingenommenen Person den Kummer vom Herzen reden zu können, kann enorm aufbauend sein und stabilisierende, Krisen bewältigende Effekte haben. Das Muslimische SeelsorgeTelefon (MuTeS) bietet hierfür Möglichkeit durch die verdienstvolle Tätigkeit zahlreicher Ehrenamtlicher, die für verzweifelte Mitmenschen, v.a. mit muslimischen Glaubensbekenntnis, offene Ohren haben und ihnen Beistand, Trost und Beratung in Notsituationen und wichtigen Lebensfragen bieten. Es steht außer Frage, dass eine solche Tätigkeit neben einer hohen Eigenmotivation auch eines großen Einfühlungsvermögens, Geduld, Kraft und psychischer Stabilität bedarf, darüber hinaus aber auch des Bewusstseins über die spezifischen Umstände der Muslime in Deutschland.

Es kann nicht oft genug konstatiert werden, dass mittlerweile rund 4,2 Millionen Muslime in Deutschland leben, von denen viele hierzulande aufgewachsen sind und sich in Deutschland beheimatet fühlen. Aufgrund der Diaspora-Situation gibt es jedoch auch viele Muslime, die eine Identitätskrise zu bewältigen haben, da sie sich quasi zwischen zwei Kulturen lebend entwurzelt und orientierungslos fühlen, ihre Religion nicht zufriedenstellend praktizieren können, letztere als nicht akzeptiert erfahren oder sogar diskriminiert werden. An dieser Stelle sei exemplarisch die Debatte um das Kölner Urteil zur Strafbarkeit religiös motivierter, ritueller Beschneidungen oder die Diskussion um das Kopftuch genannt, die in der Praxis und im Alltag direkte, gravierende Folgen und persönliche Erlebnisse mit sich bringen, die die muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in ihrem (religiösen) Selbstverständnis empfindlich treffen und verletzen können. Sie fühlen sich in ihrer individuellen Lebensgestaltung und Religionsausübung deutlich eingeschränkt und daher häufig unfrei.

Solche wie auch andere (alltägliche) Konfliktsituationen, die in besonderem Maße die muslimische Community betreffen, zu meistern ist schwer und setzt bei den beim MuTeS tätigen Ansprechpartner(inne)n genaue Kenntnis nicht nur über die spezifischen Lebensverhältnisse, sondern auch die essenziellen Glaubensinhalte des Islam voraus. Angesichts der Vielfalt islamischer Gruppierungen in Deutschland und der mithin notwendigen Differenzierung in kulturellen und religiösen Angelegenheiten oder Fragen der Orthopraxie ist es äußerst begrüßenswert, dass beim MuTeS ehrenamtliche Imame beratend wie auch aktiv mitwirken. Sie verfügen über ein breites Wissen des Fiqh und können somit bei konkreten Fragen, z.B. der Sterbebegleitung oder Bestattung, kompetent und vertrauensvoll Auskünfte geben bzw. diese auch an das Personal weitergeben. Das beim MuTeS garantierte Kriterium der Anonymität ist dabei wiederum wesentlich für die Minderung von Schamgefühlen oder Gewissensbissen der um Beratung und Hilfe bittenden Person. Durch die Tatsache, dass beim MuTeS mehrsprachiges Personal mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen tätig ist, können vorhandene Hemmschwellen abgebaut werden durch die für die/den Anrufer/in bestehende Möglichkeit der entlastenden Mitteilung in der eigenen „Sprache des Herzen“.

Anknüpfend an den projekteigenen Slogan „Ein Notruf für die Seele. Ein Gespräch kann Welten öffnen“, möchte ich an dieser Stelle ergänzend nur einen von viele erbaulichen Koranversen zitieren:

„Und wenn dich meine Diener nach mir fragen, so bin ich (ihnen) nahe und erhöre, wenn einer zu mir betet, sein Gebet“ (Sure al-Baqara, Vers 186). Viele Muslime mögen aus diesem Vers und anderen tagtäglich essenzielle und sinntragende Kräfte schöpfen – aber leider nicht in allen Fällen und nicht auf Garantie. Umso wichtiger sind Initiativen wie das MuTeS, in dem der um Hilfe suchende Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt steht und gehört wird.

Prof. Dr. Bülent Uçar, Direktor des Zentrums für Interkulturelle Islamstudien (ZIIS) Professor für Islamische Religionspädagogik, Universität Osnabrück
Piening

Günter Piening, Beauftragter des Berliner Senats für Integration und Migration von 2003-2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine fast 20jährige Erfahrung in der Arbeit für Integration und gegen Fremdenfeindlichkeit – nicht nur in Berlin – zeigt mir die Notwendigkeit, dass staatliches Handeln allein hier nicht ausreicht: auf diesem Feld müssen Berlinerinnen und Berliner mit und ohne Migrationshintergrund gemeinsam Verantwortung übernehmen.

In vorbildlicher Art und Weise geschieht diese interkulturelle und interreligiöse Zusammenarbeit beim Muslimischen SeelsorgeTelefon (MuTeS): die Anonymität und der muslimische Gesprächsrahmen bietet den Anrufern in ihrer schwierigen Lebenssituation die Möglichkeit, sich zu öffnen und sich Jemanden anzuvertrauen – manchmal zum ersten Mal überhaupt. Im Telefonat mit dem TelefonSeelsorger oder der TelefonSeelsorgerin können so gemeinsam Perspektiven zur Lösung der persönlichen Krise erarbeitet werden.

Das Muslimische SeelsorgeTelefon hat als Orientierungshilfe eine zweite sehr wichtige Funktion für den Anrufer: bei tiefgehenden Problemen hilft MuTeS nicht nur durch das Gespräch am Telefon, sondern vermittelt dem Anrufer auch passende Hilfsangebote anderer Träger.

Die Integration von Berliner Muslimen mit oder ohne Migrationsgeschichte wird durch die wertvolle Arbeit des Muslimischen SeelsorgeTelefons auf eine sehr praktische Weise gestärkt. Als Beauftragter des Berliner Senats für Integration und Migration wünsche ich den Ehrenamtlichen und der Geschäftsführung des Muslimischen SeelsorgeTelefons dabei weiterhin viel Erfolg.

Günter Piening, Beautragter des Berliner Senats für Integration und Migration von 2003-2012
Glietsch

Dieter Glietsch, Polizeipräsident in Berlin von 2002-2011

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Polizeipräsident in Berlin möchte ich allen Beteiligten des Muslimischen SeelsorgeTelefons meine Anerkennung für Ihr Engagement aussprechen. In einer multikulturellen Metropole wie Berlin bedarf es einer kulturübergreifenden Hilfe, Verständigung und Kontaktpflege, die nicht an Sozialisationsbarrieren und unterschiedlichen religiösen Orientierungen scheitern darf.

Für ein friedliches Miteinander ist es wichtig, dass die hier lebenden Bürgerinnen und Bürger in einer Verbundenheit miteinander leben, in der Toleranz, gegenseitige Wertschätzung und Unterstützung selbstverständlich sind. Dazu gehört, dass wir einen Weg finden, die Unterschiede zwischen Religionen und Kulturen nicht mehr als trennend zu erfahren, sondern als Bereicherung des gemeinsamen Lebens. Die Integration aller in einer Gesellschaft lebenden Menschen braucht gemeinschaftliche Werte und die Bereitschaft aller, sich zu öffnen und andere Kulturen willkommen zu heißen, um Brücken zueinander zu bauen und das Zusammenleben in unserer Stadt positiv zu gestalten.

Eines meiner Ziele ist deshalb, dass die personelle Zusammensetzung der Berliner Polizei die kulturelle Vielfalt der Stadt in Zukunft noch deutlicher widerspiegelt als bisher. Durch Kooperationen und Veranstaltungen in Moscheen, Migrantenverbänden und Schulen wollen wir erreichen, dass sich vermehrt Jugendliche mit Migrationshintergrund für eine Ausbildung bei der Polizei interessieren und sich bewerben. Damit haben wir die Chance, voneinander zu lernen, unsere interkulturelle Kompetenz zu verstärken und den Berlinerinnen und Berlinern aus anderen Herkunftsländern die gesellschaftliche Partizipation und Identifikation mit ihrer Stadt zu erleichtern. In zahlreichen Projekten beteiligt sich die Berliner Polizei an einem interkulturellen Netzwerk, um Konfliktpotentiale in unserer Gesellschaft zu minimieren. Ein besonderes Gewicht legen wir dabei auf Prävention und Öffentlichkeitsarbeit. Polizistinnen und Polizisten erleben täglich, dass die Ursachen für Gewalt nicht nur in Vorurteilen und Missverständnissen zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen liegen, sondern auch innerhalb einer Kultur, einer Familie. Jugendkriminalität und häusliche Gewalt sind ein gesamtgesellschaftliches Problem, leider auch unter Muslimen.

Deshalb ist das Muslimische SeelsorgeTelefon unter den anderen Beratungsangeboten unserer Stadt eine wichtige Ergänzung, um der ganz persönlichen Situation von Muslimen Rechnung zu tragen. Neben der Hilfe in Krisen finden Ratsuchende Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, die bei der Lösungsfindung auch religiöse Belange einbeziehen und berücksichtigen.

Ich bedanke mich bei allen, die das Muslimische SeelsorgeTelefon unterstützen.

Dieter Glietsch, Polizeipräsident in Berlin von 2002-2011
Wolfgang Huber

Bischof Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der EKD von 2003-2009

Das Muslimische SeelsorgeTelefon schließt eine dringliche Lücke. Unter der Rufnummer 030/ 44 35 098 21 finden nun auch jene Bürgerinnen und Bürger Berlins und Deutschlands einen Anlaufpunkt, die aufgrund ihres Glaubens ihre Sorgen und Fragen bislang für sich behielten.

Die evangelische Kirche in Berlin unterstützt dieses neue Telefonangebot ausdrücklich, denn Sprache oder Religion dürfen keine unüberwindbaren Zäune darstellen. Das Muslimische SeelsorgeTelefon ist zudem ein weiterer wichtiger Baustein der Integration. Es ist ihm zu wünschen, dass es viele Menschen die erhoffte Hilfe bringt. “Einer trage des andern Last” heißt der biblische Grundsatz. Er wird in der TelefonSeelsorge auf besondere Weise verwirklicht.

Bischof Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der EKD von 2003-2009
Ayyub

Dr. Ayyub Axel Köhler,Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) von 2006-2010 und Sprecher des Koordiantionsrates der Muslime (KRM) im Jahr 2007 & von 2009-2010

Das Muslimische SeelsorgeTelefon ist ein Beitrag als Hilfe zur Selbsthilfe innerhalb und außerhalb der muslimischen Community. Durch meine langjährigen Erfahrungen als Verantwortungsträger in dieser Community, weiß ich, dass die 4,3 Millionen Muslime in Deutschland durch Spannungsfelder geprägt sind, die sich durch unterschiedlichste Lebens- und Gesellschaftsbereiche ziehen.

Nicht alle werden damit unbeschadet fertig und bedürfen deswegen unserer vielfältigen Hilfe. Eine fachlich qualifizierte Telefonseelsorge bildet diesen vielfältigen Hilfebedarf, die bisher durch die Gemeinden, Praxen und vereinzelte Fraueninitiativen nur teilweise gedeckt war, in einem einzigen Angebot ab.

Was mich zusätzlich beeindruckt, ist die Zusammenarbeit von Islamic Relief als Träger und der Diakonie und der Caritas in Berlin als Kooperationspartner, die dieses Projekt zu einem lobenswerten Beispiel für das Zusammenleben und -arbeiten in unserer Gesellschaft macht und damit hilft Trennendes zu überwinden.

Ich kann mir die schwere Aufgabe, die beim Muslimischen SeelsorgeTelefon gemeistert wird, sehr gut vorstellen. Für diese Pioniertat und das segensreiche Engagement meinen herzlichsten Glückwunsch an alle ehrenamtlichen TelefonSeelsorgerinnen und TelefonSeelsorger und die anderen Beteiligten.

Möge Allah Euch für Eure Aufgaben Kraft und Ausdauer geben und möget Ihr dafür dereinst dafür belohnt werden!

Dr. Ayyub Axel Köhler, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) von 2006-2010 und Sprecher des Koordiantionsrates der Muslime (KRM) im Jahr 2007 & von 2009-2010
Benjamin Hoff

Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Staatssekräter für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Berlin von 2006 bis 2011

Beim Muslimischen SeesorgeTelefon handelt es sich um das erste entsprechende Angebot dieser Art deutschlandweit. Die Ausbildung der ehrenamtlichen Muslime zu kompetenten TelefonSeelsorgern wurde durch erfahrene christliche Ausbilder der Kirchlichen TelefonSeelsorge Berlin durchgeführt.
Die mir bekannten Beispiele von Telefonthemen haben mich überzeugt, dass das Muslimische SeelsorgeTelefon nicht nur einzelnen Anrufern seelische Erleichterung verschaffen, sondern einen profunden Beitrag zur Integration von Muslimen in Berlin leisten kann. In vielen Fällen kann durch das anonyme, seelsorgerische Telefonat auch physische und psychische Gewalt, insbesondere gegen Frauen und Kinder, verhindert werden, weil Lösungswege besprochen und passende Hilfen vermittelt werden.

Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Staatssekräter für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Berlin von 2006 bis 2011
Barbara John

Prof. Barbara John, Vorsitzende des paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin

Empfehlungsschreiben für das Muslimische SeelsorgeTelefon

In meiner über 22jährigen Zeit als Berliner Ausländerbeauftragte wurden viele wichtige Projekte für Einwanderer ins Leben gerufen, eine Telefonseelsorge gehörte nicht dazu.

Es freut mich daher, dass nun mit dem Muslimischen SeelsorgeTelefon ein dringend benötigtes, neues Hilfsangebote vor allem für Menschen mit muslimischen Wurzeln jeden Alters und Geschlechts in seelischen Krisen, wie z.B. Trauer, Angst, Einsamkeit, und Hilflosigkeit, angeboten wird. In einem anonymen Telefonat mit geschulten Ehrenamtlichen in deutscher, türkischer und arabischer Sprache seelische Not einem aufmerksamen und verständnisvollen Gesprächspartner anzuvertrauen, ist hilfreich, erleichternd und – in Ausnahmefällen – auch lebensverlängernd. Das Muslimische SeelsorgeTelefon als Kooperation des muslimischen Trägers Islamic Relief und den christlichen Partnern Berliner Caritas und DWBO ist deshalb ein integrationspolitisch bedeutsamer Beitrag.

Prof. Barbara John, Vorsitzende des paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin
Bjoern

Björn Matthias Jotzo, Mitglied des Abgeordnetenhauses und des Innenausschusses von Berlin (FDP) von 2006-2011, Jotzo Jung & Partner – Rechtsanwälte 

Der muslimische Träger Islamic Relief e.V. und seine christlichen Kooperationspartner Diakonie und Caritas haben mit dem Muslimischen SeelsorgeTelefon (MuTeS) ein Projekt realisiert, das anonymen und kostenfreien Beistand in persönlichen Krisensituationen für Hilfe- und Ratsuchende leistet, unabhängig von Alter, Geschlecht und Konfession.

Als Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses und langjähriges Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf kenne ich den Wert einer solchen Arbeit für für das Zusammenleben der unterschiedlichen Religionen und Communities in Berlin. MuTeS leistet einen beachtlichen Beitrag zu einer gelebten Integration in unserer Stadt.
Besonders hervorheben will ich das ehrenamtliche Engagement der vielen Freiwilligen und die hohe Qualität der Beratungsleistung. Die Ausbildung jedes Telefonseelsorgers umfasst 200 Schulungsstunden. Auch die Weiterbildung und die Supervision der ehrenamtlichen Mitarbeiter finden in der Arbeit des MuTeS besondere Berücksichtigung. Diese besondere Form des Ehrenamtes dient damit nicht allein den Hilfesuchenden, sondern unterstützt auch gezielt die berufliche Qualifikation der Ehrenamtlichen.
Ich wünsche dem Muslimischen SeelsorgeTelefon für seine wichtige Arbeit alles Gute und viel Erfolg!

Björn Matthias Jotzo, Mitglied des Abgeordnetenhauses und des Innenausschusses von Berlin (FDP) von 2006-2011, Jotzo Jung & Partner – Rechtsanwälte

Ednan Yilar, Geschäftsführer Doppelpack HandelsGmbH

Empfehlungsschreiben für das Muslimische SeelsorgeTelefon

Als türkischstämmiges Gastarbeiterkind habe ich alle Stufen von Ausbildung, über Arbeitslosigkeit bis hin zu Perspektivlosigkeit selbst erlebt, aber ich habe das Glück meine seelischen Probleme sehr erfolgreich gemeistert zu haben.

Andere Mitmenschen sind ihren Herausforderungen selber nicht mehr gewachsen. Beim Muslimischen SeelsorgeTelefon (MuTeS) erhalten sie, gleich welcher Herkunft und Religion, wichtigen anonymen seelsorgerischen Beistand.

Ich bin sehr erfreut, dass bei MuTeS über die Religionsgrenzen hinweg kooperiert wird. Die Zusammenarbeit ist beispielhaft. Auch in meiner Firma arbeiten Menschen unterschiedlicher Religion, Kultur und Herkunft.

Als Mitglied der Muslimischen Gemeinde wünsche ich dem Muslimischen SeelsorgeTelefon (MuTeS) alles Gute und Gottes Segen für den wertvollen Beitrag, Menschen in unserer Gesellschaft bei ihren Problemen beizustehen.

Ednan Yilar, Geschäftsführer Doppelpack HandelsGmbH
Ulrike Folkerts

Ulrike Folkerts, Schauspielerin (u.a. ARD Tatort-Komissarin)

Zwangsheirat ist ein sehr bewegendes Thema, mit dem ich mich auch für die Folge des ARD-Tatorts „ Schatten der Angst” emotional auseinandergesetzt habe.
Das anonyme, niedrigschwellige Hilfsangebot des Muslimischen SeelsorgeTelefons erscheint mir überaus geeignet, den meist sehr jungen Frauen in ihrer Verzweiflung ein erster vertrauenswürdiger und verschwiegener Ansprechpartner zu sein. Sie können dort in ihrer Muttersprache Ängste formulieren, emotional gestärkt und an konkrete Hilfsangebote weitervermittelt werden.

Ulrike Folkerts, Schauspielerin (u.a. ARD Tatort-Komissarin)